Donnerstag frühmorgens. Ein Hahn kräht. Es schneit. Lobkowitz betet. Die Penner wachen auf, kriechen aus ihren Betten, um in die Stadt zu hasten. Herzl kommt von draußen, einen Stapel unverkaufter Bücher auf seinem unnatürlich starken rechten Arm balancierend.
Lobkowitz: Da bist du ja.
Herzl: Bin ich? ... (Zum Publikum:) Ich kann kaum sagen, woher ich die Chuzpe nahm, ihn mit Lobkowitz anzureden statt mit ‘O Herr!‘, aber meine Nase war kalt und mein Kreuz tat mit weh, und dieses Spiel ging mir auf die Nerven. Seit drei Jahren immer dasselbe.
Lobkowitz: Seit vier!
Herzl: Warum setze ich mich dem überhaupt aus? Vielleicht tut mir dieser Gott leid, der als Allgegenwärtiger auch in Wien unweigerlich gegenwärtig ist, denn er liebt seine Juden so sehr, dass er sie nicht aus den Augen lassen mag. Aber an diesem Morgen, in diesem Schnee, hatte ich es satt, Gott war seines Amtes enthoben, als Koch demaskiert. Dieser Gott ist natürlich nicht Gott, Sie wissen schon, wen ich meine, denn es gibt schließlich nur den Einen, Sein Name sei gepriesen, sondern Lobkowitz, diesen kaputten Koscher-Koch, der von seinem Chef Moskowitz seines Amtes enthoben wurde, weil er Tafelspitz mit Schmelzkäse gemischt hatte.
Lobkowitz: Mit Gänseschmalz.
Herzl: Eine Beleidigung mosaischer Gesetze. Warum? ich sag dir, warum, sagte Lobkowitz zu Moskowitz, weil ich sauer auf Moses bin, dass er vierzig Jahre durch die Wüste gewandert ist ...
Lobkowitz: Neununddreißg!
Herzl: ... statt sich in Wien niederzulassen. ...
Hat Ihre Mutter Ihnen keine Manieren beigebracht?
Hitler: Wenn Sie meine erschöpfende Art der Sprache nicht zu schätzen wissen, die mein geliebter Geschichtslehrer in Linz, Dr. Leopold Pörtsch –
Lobkowitz: Pötsch!
Hitler: – als Ausdruck einer natürlichen rhetorischen Begabung erkannt hat – wieso Pötsch?
Lobkowitz: Klingt besser!
Hitler: Was geht denn Sie das an? Aber was schrecklich, nein, nein, nein, ganz ekelerregend finde von einem Ausländer, ist Ihr Versuch, meine sprachliche Meisterschaft auf ein lächerliches Ja-und-Nein-Spiel zu reduzieren, das zur Inquisition passen würde.
Herzl: Ausländer? Habe ich recht gehört, Ausländer? Hier sind Sie Ausländer, mein Junge. Außerdem, selbst wenn Sie einer von einer Milliarde Chinesen wären, bedenken Sie, dass die Mehrheit der Menschheit, Chinesen inbegriffen, aus jedem erdenklichen Blickwinkel Ausländer sind. Also beginnen wir von vorn, hat Ihre Mutter Ihnen keine Manieren beigebracht?
Willkommen in Wien
Herzl: Wie heißen Sie?
Hitler: Hitler
Herzl: Komisch, Sie sehen gar nicht jüdisch aus.
Hitler: Sie sehen auch nicht chinesisch aus.
Herzl: Schlau, schlau! Bauernschlau ... Sie sind bestimmt aus Lemberg –
Lobkowitz: Odessa?
Herzl: –ein Löw-Pinsker mütterlicherseits –, wieso eigentlich Odessa?
Lobkowitz: Klingt besser!
Herzl: In diesem Fall ein entfernter Cousin, welch glücklicher Zufall, willkommen in Wien!
Zweiter Akt
Morgengrauen. Freitag. Die Penner sind schon unterwegs. Hitler wühlt in seinem Koffer, wirft Zeug um sich, eine Socke landet im Kaffeetopf. Unterhosen hängen von der Deckenlampe. Er putzt seine Schuhe. Herzl liegt im Bett und schaut ihm zu.
Herzl: Stimmt was nicht?
Hitler: Nichts stimmt! Der Barde von Bayreuth hatte recht, die Juden und die Radfahrer sind an allem schuld.
Herzl: Was hast du gegen Radfahrer?
Hitler: Sieh dir diese Schuhe an!
Herzl: Was hast du gegen diese Schuhe?
Hitler: Alles!
Herzl: Alles?
Hitler: Fast alles. (Er brüllt mit hervorquellenden Augen:) Wollte sie wichsen, aber wegen der Finsternis in diesem Höllenloch habe ich aus Versehen braune Paste draufgeschmiert, wo sie doch schwarz sind, und jetzt sehen sie aus wie Hühnerdreck.
Herzl: Beruhige dich, Hitler.
Hitler: Fahr zur Hölle!
Herzl: Hole tief Luft, wichse schwarze Wichse über die braune Wichse, und da schwarze Wichse dunkler ist als braune Wichse, werden die Schuhe glänzen wie neu. – Ich zeige dir, wie man Schuhe wichst.
Wo warst du?
Herzl: Hier, um Shakespeare zu zitieren, war ich.
Hitler: Gefühllose Bestie!
Herzl: Zum ersten Mal seit meiner Rippenfellentzündung im Jahre 1905 habe ich deinetwegen meine nächtliche Runde unterlassen, was ich mir kaum leisten kann, am Montag ist die Miete fällig.
Hitler (nimmt Herzls Nase zwischen seine Fingerknöchel und zieht ihn zu sich heran:) Ich erlebe mein Waterloo, und du treibst dich herum.
Herzl: Außer Polente und Pferden verabscheue ich am meisten Betrunkene. (Entwendet seine Nase.) Wenn du das noch einmal machst, breche ich dir den Hals.
Hitler: Du? Brechen? Meinen? Hals?
Herzl (tretet ihm gegen das Schienbein. Hitler brüllt. Herzl brüllt auch:) Halt's Maul, du weckst die anderen! Wie ist es gewesen?
Hitler: Wie es gelaufen ist? Es ist überhaupt nicht gelaufen, es ist niedergefahren wie ein Blitz aus heiterem Himmel und hat meine jugendliche Zuversicht versengt. Als ich mich dem Rektor vorstellte und eine Erklärung forderte für den Grund meiner Nicht-Aufnahme, erklärte mir dieser Herr, dass ein flüchtiger Einblick in meine Mappe das Lehrerkollegium von meiner hoffnungslosen künstlerischen Unfähigkeit überzeugt hätte. Der Schweinehund drückte es gröber aus. Junger Mann, sagte er, mehr als eine Küchenwand zu malen, müsste Ihnen verboten werden. Ich habe mich erhoben und mit einer ersterbenden Bemerkung entfernt.
Herzl: Zum Beispiel?
Hitler: Auf Wiedersehen. Was sonst hätte ich ihm sagen sollen, diesem Herrn Baron von Kropf oder Tropf.
Herzl: Topf.
Hitler: Wieso Topf?
Herzl: Klingt besser.
Hitler: Du kennst ihn?
Herzl: Jeder in Wien kennt ihn.
Hitler: Ondulierte Haare, parfümiertes Taschentuch in der Brusttasche, Perle auf der silbernen Fliege, taubengraue Gamaschen, dieser baroneske Schweinehund, der Dekandenz verströmte und vorzuschlagen wagte, ich solle Anstreicher werden.
Herzl: Alkohol macht dumm, elend und tot. Ich habe dich gewarnt. Und wenn du jetzt auf einen Älteren hören willst, rate ich dir, auf ein akademisches Studium zu verzichten, auch Leonardo war Autodidakt.
Dritter Akt
Samstag. Hitler schläft noch, seine schrecklichen Füße hängen über Bord. Herzl schlurft durchs Zimmer und wirft alle herumliegenden Klamotten auf sein Bett. Schließlich wirft er auch ihn hinaus, denn er erwartet Damenbesuch.
Gretchen: Guten Morgen, Schlomo!
Herzl: Guten Morgen, Gretchen!
Gretchen: Hast du Gummibärchen?
Herzl: Ja (öffnet die Arme und blickt an sich hinab), ich habe Gummibärchen.
Gretchen (unberührt:) Wie geht es dir , Schlomo?
Herzl: Kalt.
Gretchen: Ich wärme dich.
Herzl: Am heiligen Schabbes?
Gretchen: Du brauchst nichts zu tun, nur daliegen, und ich schneide dir auch die Zehennägel.
Herzl (abgewandt:) O Herr, erhöre mich, was nun?
Erzähle mir eine Geschichte
Herzl: Ach ja, eine Geschichte ... Was für eine Geschichte?
Gretchen: Deine Geschichte. Als du klein warst. Alles, nur keine Geschichte aus der Bibel! Was übrigens hältst du von Christus?
Herzl: Kommt drauf an, welchen Christus du meinst? Arthur Christ? Hugo von Christ? Fjodor Christ?
Gretchen: Jesus.
Herzl: Ach, den. Den liebe ich.
Gretchen: Erzähl weiter. Auch wenn du lügst.
Herzl: Natürlich lüge ich. Schon als Kind war ich der beste Lügner von Pest, weil das, was in Pest war, böse war, also drehte ich es um in das, was es sein sollte, das Gute ... Wie mit meinem Vater. Ich mag das Wort Vater nicht, ich nenne ihn lieber den Drehorgelspieler, und meine berühmteste Lüge, die, die ihm die Seele rettete, nenne ich die Wahrheit des Drehorgelspielers. Ich sehe ihn schon zu einem Häufchen zusammengekrümmt in der Ecke einer Wachstube, wie er seine zerbrochene Brille gegen die Hiebe von Gummiknüppel schützt, die auf seinen kahlen Schädel regnen: mit jedem Schlag springt ein Spritzer Blut aus seinem kahlen Schädel, so dass, als sie fertig sind mit ihm, seine schützenden Hände mit jedem einzeln zerschmetterten Knöchel ihm in den Schoß fallen und sein Gesicht rot gestreift ist.
»Mă, eu am văzut și am pățit multe în teatru, dar să mă apuce plânsul la un monolog într-o repetiție încă nu!«
Victor Cârcu
Buchhändler weinen nicht
Als meine fette Mutter vom Kosakenschwert zersäbelt wurde, versteckte sich der Drehorgelspieler im Kohlenschuppen, statt den Kosaken aus seinen Latschen zu heben, ihn an den Füßen herumzuschwingen und seinen Bregen an einer Steinwand zu zerschmettern. So fing es an. Für mich versteckte er sich nicht im Schuppen, für mich kam er brüllend aus dem Schuppen gestürmt, um den Kosaken zu zerschmettern, die Steinwand glänzte in allen Regenbogenfarben. Wann immer ich an dieser Lüge zweifelte, sagte ich zu meinem zweifelnden Selbst: Zweifle nicht; in Lodz hat er seine Chance vertan, aber eines Tages, hier in Pest, wird er brüllend aus dem Schuppen gestürmt kommen, ein Gerechter, um im Gedenken an eine fette Frau Gerechtigkeit zu üben, die, wie eine Wassermelone in zwei Hälften geteilt, in einem Massengrab modert. Um dir die graue Wahrheit zu sagen, nichts davon tat er. Er sang nur in der Synagoge, einen mieseren Kantor hat die Welt noch nicht gehört. Mein Gott, war der mies, traf den Ton nicht, konnte ihn, die graue Wahrheit, nicht halten, verwechselte die Psalmen, sie warfen ihn raus, er kaufte diese Orgel und drehte sie an Straßenecken, orgelte gottlose Melodien wie WIE, WIEN, NUR DU ALLEIN und anderes Schmalz. Und so geschah es, dass die Kinder in der Nachbarschaft mich fragten: Sag mal, Schlomo, warum orgelt dein Vater auf dieser schrecklichen Orgel? Und ich sprach zu ihnen: Meine Brüder, die Orgel ist eine Lüge, um die Polizei zu täuschen. Die Wahrheit ist, das mein Vater den Winterpalast in St. Petersburg stürmen und brüllend durch marmornen Hallen donnern wird, um den Zar zu finden und seinen bösen Kopf an der Marmorwand zu zerschmettern. Und meine Brüder glaubten mir und informierten die Polizei, und die Polizei kam, zwei Gendarmen, mit Hahnenfedern auf ihren Helmen, die unter dem Kinn festgezurrt waren, mit weißen Handschuhen und gezogenen Schwertern, und sie nahmen mich mit auf die Wache und gaben mir Schokolade und richteten das Licht auf meine Augen, und ich sagte ihnen die Wahrheit: Wie Danton zum Tee zu uns kam, wie Bakunin auf dem Küchenboden schlief, wie die Kupfermünzen, die klimpernd in den Hut des Drehorgelspielers fielen, alle nach London geschickt wurden, um dem Schnorrer Marx zu helfen, seine Miete zu bezahlen und eine Tulpe für seinen Liebling Jenny zu kaufen.
Und die Gendarmen glaubten meiner Wahrheit
Und die Gendarmen glaubten meiner Wahrheit und holten meinen Vater und setzten ihn vor das Licht, mir gegenüber, und sie befragten ihn, wie er den Zarenkopf an der Marmorwand zerschmettert habe, wie ich es ihnen erzählt hatte. In der Stille blickte er mich über den Brillenrand an und überlegte, ob er sagen sollte: Dies Kind ist ein krankhafter Lügner. Aber er sagte nichts dergleichen, denn die Decke hatte sich geöffnet, und siehe, da stand der Erzengel Michael am diesseitigen Ufer, in Leinen gekleidet und redete auf mich ein. Und ich hörte seine Worte, verstand sie aber nicht. Mein Vater jedoch sprach zu den Gendarmen: Ja, dies Bubele hat die Wahrheit gesagt, und da der Zar nicht in der Nähe ist, werde ich jetzt eure Köpfe an der Wand zerschmettern, was er tat, bis eine Horde Gendarmen in die Stube gestürmt kam und ihn vor meinen Augen schlug, bis die Seele ihn mit einem Winseln verließ ...
Du hast geweint
Hitler: Du hast geweint. Ich habe beobachtet, wie du geweint hast, eine abscheuliche Angewohnheit bei erwachsenen Männern, aber eine heimliche Bewunderung für dieses Weinen kann ich nicht verhehlen. Offenbar bist du ein talentierter Weiner, wo hast du diese Fähigkeit erworben?
Herzl (zuckt die Achseln:) Übung macht den Meister.
Hitler: Ganz recht, nichts geht über Erfahrung, stimmt's? Du weinst seit Jahren, vermute ich.
Herzl: Seit zweitausend Jahren, plus oder minus eineinhalb Wochen.
Hitler: So lange?
Herzl: Seit der zweiten Zerstörung des Tempels.
Hitler: Oh, ich wusste nicht mal von der ersten.
Herzl: Du liest die falschen Zeitungen.
Vierter Akt
Sonntag. Herzl liegt im Bett und döst. Hitler liest gleichzeitig in der Bibel und im Kamasutra.
Hitler: Diese verdammten Juden machen aus jedem Ziegenfurz eine Predigt. (Mizzi, das Huhn kommt vorbei, Hitler wirft die Bibel nach ihr.) Pass bloß auf, sonst bestelle ich dich zum Abendessen.
Herzl: Hitler, du missbrauchst meine Menschlichkeit. Wenn du noch einmal die Heilige Bibel nach meinem geliebten Vogel wirfst, schneide ich dir deine heidnische Gurgel durch!
Hitler: Wie du meinst. Wenigstens wissen wir jetzt, wo wir stehen. Ich dachte, wir wären Freunde. Da habe ich wohl zuviel erwartet. Meine alte Schwäche – mein unbeugsamer Glaube an Kameraden, die zu mir stehen, nicht nur auf der Sonnenseite des Lebens, sondern auch in stürmischen Zeiten. (Er erhebt sich, macht ein paar wacklige Schritte, wirbelt dann herum und tritt Herzl in die Leiste. Ein tödliches Duell, Goliath lässt grüßen, aber Hitler packt Mizzi und hält sie wie eine Geisel vor seinem Körper.) Einen Schritt weiter, und ich dreh ihr den Hals um.
Herzl (entwaffnet:) Du hast gewonnen.
Hitler: Auf die Knie Jude, und bitte um Vergebung! (Die Henne scheißt ihm auf die Hand, er schleudert sie mit einem Heuler weg, saust ins Klo und schlägt die Tür hinter sich zu.)
Herzl (zu Mizzi:) Nur die Ruhe! Das wird nicht mehr vorkommen, das verspreche ich. Eins-zwei habe ich das Ungeheuer an die Luft gesetzt. (Frau Tod kommt rein. Herzl, ohne sie anzusehen:) Hausieren verboten.
Frau Tod: Ach, du lieber Himmel, seh ich so aus?
Herzl (sie nun wahrnehmend:) Nein.
Frau Tod (mit ihren Fingern viele Zettel fischend, bis sie endlich den richtigen findet:) Ich suche einen Herrn Hotler oder Hutler, nein, Hitler.
Herzl (mit Butlerton:) Wen darf ich bitte melden?
Frau Tod: Tod.
Herzl: Der Tod?
Frau Tod: Die Tod!
Herzl (Baff. Blättert in der Bibel:) Sind Sie angemeldet?
Frau Tod: Ja, ich denke schon.
Fühlen Sie sich wie zu Hause
Herzl: Wie ist es?
Frau Tod: Wie ist was?
Herzl: Sterben.
Frau Tod: Als ob Sie das nicht wüssten.
Herzl: Tut es weh?
Frau Tod (zuckt die Achseln:) Das hängt von Ihnen ab. Es ist eher wie geboren werden. Wenn Sie sich nicht sträuben, ist es leicht. Sie schlüpfen einfach in eine andere Zeit. (...) Wie war nochmal Ihr Name?
Herzl: Zoff
Frau Tod (schüttelt den Kopf:) Ich arbeite nicht in alphabetischer Reihenfolge. (Sie schaut in ihr Notizbuch.) Herzl? Herzl? Habe heute keinen Herzl dabei, also lassen wir das Lügen. Wie möchten Sie sterben?
Herzl: Ehrlich gesagt, möchte ich überhaupt nicht sterben, aber ich lasse mit mir reden.
Fünfter Akt
Bußtag. Herzl schläft. Der Raum verwandelt sich, wie im Traum.
Herzl: Was geht hier vor?
Hitler: Der Meister hat sein Werk beendet, ohne Zweifel ein Meisterwerk, jedenfalls ist ein Buch geboren.
Himmlischst: Wo ist es?
Herzl: Wo ist was?
Gretchen: Das Meisterwerk.
Hitler: Mein Kampf.
Finito la comedia
Frau Tod: Finito la comedia
Hitler: Was heißt das auf deutsch?
Frau Tod: Das Spiel ist aus. Folgen Sie mir unauffällig.
Geschafft!
Gerade eben der Bettstatt entstiegen, noch mit dem Schweiß des Schlomo Herzl auf der Stirn verdeutlicht dieses Bild das Wesen Schauspielertums: Eben gerade noch voll in der Rolle und Sekunden später nur mehr einer der Mitarbeiter des Theaters. Von den paar hundert Bildern die der Fotograf während einer Hauptprobe gemacht hat, ist es das einzige von danach, wofür ich ihm unendlich dankbar bin.
W. R.

